Reise nach Bali

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Bali. Nur ein Wort.

Und doch ein Traum, der mich schon seit Jahren fasziniert. Lange schon umwandern meine Gedanken die Insel der Götter und Dämonen. Doch nie konnte ich mich wirklich zu einer Reise entschließen.

Aber nun ist es soweit. Auch diesmal gehörte Bali nicht zur ersten Auswahl. Erst als die Vorbereitungen für ein anderes Reiseziel scheiterten, trugen meine Gedanken und Phantasien mich plötzlich wieder Richtung Indonesien. Es war zuerst nur ein Gedankenspiel. Ein Schwebezustand. Das Anschauen von Träumen im Internet. Dann traf ich schon eine Vorauswahl an Unterkünften und ließ mich von den Farben der Fotos inspirieren.

Letztendlich entschloss ich mich zu einer Anfrage für die Übernachtung in einem kleinen, aber sehr feinen Resort im Norden der Insel. Schon zwei Anläufe hatte ich in der Vergangenheit unternommen, um hier zu übernachten, doch immer wieder stellte sich etwas zwischen Bali und mich. Dies sollte sich nun ändern. Ich erhielt eine positive Antwort auf meine Anfrage und buchte einfach. Nun werde ich nach Indonesien fliegen. Von Düsseldorf über Frankfurt und weiter über Bangkok nach Denpasar. Nach Ankunft in einer exotisch anderen Welt wird man mich am Flughafen abholen. Anschließend liegt eine ca. dreistündige Autofahrt vor mir, die mich in eine abgeschiedene Region der Insel und zum Alam Anda bringen wird. Was mich dort erwartet? Ich weiß es nicht. Ich werde einfach versuchen, davon zu träumen.

Wenn ich die Fotos der Anlage betrachte, gerate ich ins Schwärmen. Zwei Wochen Aufenthalt. Ruhe. Abgeschiedenheit. Das Meer direkt vor der Türe. Verwöhnzeit für Seele, Körper und Geist. Ich werde mich bei Massagen entspannen können. Die Seele beim Träumen baumeln lassen. Am Meer sitzen und auf die Wellen der Welt schauen. Den Gedanken freien Lauf lassen . . .

Doch bis zur Abreise dauert es noch eine Weile. Eine kleine Weile, die angefüllt sein wird mit wenig träumerischen Dingen wie Aufräumen, die kleinen Angelegenheiten des Lebens erledigen, Koffer packen. Und hier setzen die Träume wieder ein. Welche Kleidung nehme ich mit? Passend für die exotischen Temperaturen, die sich wie Samt und Seide schon bei Ankunft auf meine Haut legen und sie zart begrüßen werden. Temperaturen, die den Puls des Lebens verlangsamen werden. Die innehalten lassen. Die dazu zwingen werden, sich auf die grundlegenden Dinge des Lebens zu konzentrieren. Oder die es gerade dadurch ermöglichen werden, in andere Gedankenwelten einzudringen. Die dazu verführen werden, sich einfach treiben zu lassen. In der Sonne zu liegen oder im Schatten einfach nur zu schlafen. Es muss auf jeden Fall leichte Kleidung sein. Kleidung, die den Fluss der Energien nicht behindern wird. Kleidung, die ein Wohlgefühl für die Haut sein wird. Auf jeden Fall werden mich meine Sarongs, die ich in tropischen Ländern gekauft habe, begleiten. Und mit ihnen die Gedanken an diese anderen Traumreisen.

Bali. Was wird Bali für mich bedeuten? Welche Erfahrungen werde ich mit nach Hause nehmen können? Welche Gefühle? Welche Träume? Wie wird Bali mich verändern?

Bali. Die Insel der Götter und Dämonen. Wie werde ich diese Insel erfahren? Was möchte ich entdecken? Wie sehr möchte ich mich auf das, was mir bevorsteht, einlassen? Natürlich möchte ich Tempelanlagen besichtigen, mich auf touristischen und weniger touristischen Pfaden bewegen. Doch ich möchte auch Bali einatmen. In mich aufnehmen. Indem ich einfach zur Ruhe kommen werde. Ja, auch über den Sinn des Lebens will ich nachdenken. Vielleicht hat Bali ja Antworten auf meine Fragen. Oder stellt mir neue Fragen. Oder bringt mich durch das Spiel von Fragen und Antworten aus der wohlgehüteten Fassung. Ich werde es erleben. Ich werde es fühlen. Und ich werde mich wohl darauf einlassen müssen.