Paris: Hyatt Regency Paris – Madeleine
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Stand: Mai 2009
(Fotos: Courtesy Hyatt Hotels – Bitte beachten Sie: Ich habe die Fotos von Hyatt Hotels übernommen, weil sie in der Lage waren, das Erlebte und mein Gefühl bei der Besichtigung richtig darzustellen.)

Das im Zentrum von Paris gelegene Hotel erscheint auf den ersten Blick unscheinbar und zurückhaltend. Zumindest, wenn man das Gebäude von außen betrachtet. Sobald man aber durch das schwere Portal das Innere des Hotels betritt, fühlt man sich wohl und aufgehoben und lässt das laute, turbulente Paris hinter sich.

In frühen Jahren war dieses Haus eine private Residenz mit mehreren Stockwerken. Bezeichnend für diese Epoche sind die unterschiedlichen Deckenhöhen, je weiter man nach oben geht. Die unteren Räumlichkeiten haben sehr hohe Decken, da hier die Herrschaften wohnten, während Personal und Dienerschaft früher in den oberen Geschossen lebten – hier ist die Deckenhöhe niedriger. Im Laufe der Zeit – und speziell vor zehn Jahren, als das Hyatt Regency Paris Madeleine eröffnet wurde – wandelte sich das Haus. Heute beherbergt diese wunderbare Stadtvilla ein Boutique-Hotel der Oberklasse.
Schon Eingangsbereich und Lounge verführen zum Verweilen. Ruhe und Diskretion sind die obersten Gebote in diesem Haus. Man fühlt sich geborgen. Fast wie zu Hause. Freundliche und kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich um das Wohl und die Belange der Gäste. Irgendwann verließ mich das Gefühl, ein Hotelgast unter vielen zu sein. Vielmehr war mir, als sei ich ein gern gesehener Gast des Hauses.
Während der ausführlichen Besichtigung hatte ich sowohl die Gelegenheit, unterschiedliche Raumkategorien anzuschauen, als auch die Möglichkeit, das Gefühl kennenzulernen, das Gäste entwickeln, wenn sie in diesem Haus wohnen.
Das Hotel bietet eine Auswahl an 86 Zimmern und Suiten. Ich sah mir die Räume 306 und 319 an: ein sog. Deluxe-Zimmer mit 35qm und ein sog. Classic-Zimmer mit 23qm Wohnfläche. Beide Räume sind überaus zweckmäßig, hell und freundlich eingerichtet und lassen keine Wünsche offen. Zimmer 704 (Deluxe) besitzt eine Verbindungstüre zur Nr. 706, der Präsidenten-Suite. Beide Räume liegen im Dachgeschoss und besitzen teilweise abgeschrägte Wände, die sie aber urgemütlich erscheinen lassen.

Die Suite hat eine Wohnfläche von 80qm, außerdem noch eine gut ausgestattete Dachterrasse mit 30qm, von der aus man den Blick über die Dächer von Paris genießen kann. Suite und Verbindungsraum sind u.a. auch für Festivitäten und Empfänge buchbar.

Alle besichtigten Räume waren wunderbar und sehr geschmackvoll eingerichtet. Helle Farben dominierten und ließen genügend Freiraum für das eigene Empfinden.
Müßig ist es, die Einrichtung oder die einzelnen Serviceleistungen des Hotels zu beschreiben, schließlich handelt es sich hier um ein Hotel der Hyatt-Gruppe. Denn um sich Hyatt-Hotel nennen zu können, müssen einfach bestimmte Standards erfüllt werden. Diese hat das Hyatt Regency Paris–Madeleine in meinen Augen mehr als erfüllt. Ich war einfach beeindruckt von der Ausstrahlung des Hauses, seinen Mitarbeitern und seiner Philosophie.
Insgesamt besitzt das Hotel 39 Classic-Zimmer, 36 Deluxe-Zimmer, 4 Suiten und 7 Executive-Zimmer.
Außerdem Konferenz- und Banketträume, konzipiert von Pascal Desprez und mit modernster Technik und Beleuchtung ausgestattet (2 Räume für je 10 Personen, 1 Raum für 23 Personen und 1 Raum für 6 Personen). Diese Räume können natürlich auch für private Veranstaltungen und Empfänge gebucht werden.

Mit dem Café M hat der Designer Pascal Desprez eine elegante und glamouröse Bar geschaffen, in der Gäste sich wirklich entspannen können. Abends verwandelt sich das Café in eine Champagner-Bar, deren exklusive Produkte Alexis Martinez Lopez mit sicherer Hand ausgewählt hat. La Chinoiserie, das Lounge-Restaurant im Zentrum der Hotellobby, verführt den Gast mit Köstlichkeiten zu einem gemütlichen Lunch oder Dinner. Auch private Events, z.B. Cocktailempfänge für bis zu 100 Personen, können hier stattfinden. Aber man kann es sich auch einfach in einem gemütlichen Sessel vor dem offenen Kamin gemütlich machen und seinen Nachmittagstee genießen.
Bei meinem Rundgang sah ich mir auch den Bereich an, in dem das Fitnesscenter untergebracht ist. Aufgrund der Hotelgröße kann leider kein Schwimmbad angeboten werden, dafür stehen allerdings Sauna, Steam Room und ein Fitnesscenter mit Umkleide- und Ruheraum im unteren Bereich des Hotels zur Verfügung. Alle Bereiche sind sauber, freundlich, funktional und hell.

Es beeindruckte mich, dass man sich in diesem Hause speziell um allein reisende Frauen kümmern und ihnen einen ganz besonderen Service bieten möchte, der schon auf dem Zimmer beginnt: spezielle Pflegemittel sowie Friseurservice, Maniküre und Pediküre auf dem Zimmer. In den Restaurantbereichen kümmert sich das Personal besonders um die Damen, um sie zu integrieren und ihnen das Gefühl zu geben, zu Hause zu sein und nicht alleine an einem fremden Ort.
Ich habe mich während meines Aufenthaltes, der leider – anlässlich der Besichtigung – nur wenige Stunden dauerte, in diesem Haus ,it dem besonderen Ambiente sehr wohlgefühlt. Die Inneneinrichtung der öffentlichen Räume (Lobby, Bar, Restaurant) ist in dunkleren Farben gehalten, die an asiatische Einrichtungen erinnert. Schwere Möbel vor dem Kamin laden zum Verweilen ein, ohne plüschig zu wirken. Die Zimmer sind hell und freundlich und versprechen einen erholsamen Aufenthalt nach einer ausgiebigen Shoppingtour oder einem anstrengenden Geschäftstermin.
Ein Hotel? Nein. Eine Stadtvilla. Exklusiv. Klein, aber fein. Sehr fein.
Ich freue mich darauf, in dieses wunderschöne Haus zurückzukehren.
Bitte besuchen Sie: www.paris.madeleine.hyatt.com
English:
As of May 2009
(The above photos are courtesy of Hyatt Hotels – I chose them as they reveal exactly my experience and feelings while doing the site inspection)
When you approach this hotel for the first time you might miss and oversee it, as it is quite unimpressive and unobtrusive. But as soon as you walk through the main portal you instantly feel comfortable and in the best of hands. All of the sudden the noisy and hectic Paris seems to be light years away.
During the early days this hotel had been a private residence. A characteristic feature of this long gone era is the different height of ceiling the further you get upstairs. Members of the leisured class resided on the ground floor whereas their personnel took their quarters on the upper floors.
During the years and especially ten years ago when the Hyatt Regency Paris Madeleine was opened this building found its true calling. This wonderful town house has now been transformed into a first class boutique hotel.
Already entrance and lobby area ask you to just leave everything behind and feel comfortable. Quietness and discretion are imperative at this hotel. And you do feel comfortable. Almost like home. Friendly and efficiently personnel takes care of the needs and the well-being of its guests.
I just lost the feeling of being one of many hotel guests. Instead I felt like a friend being welcomed to one´s home.
During the extensive site inspection I had the opportunity to have a look at different room categories as well as to get the feeling as how guests are being treated at this hotel.
The hotel offers a selection of 86 rooms and suites.
I had a look at room 306 and 319: a Deluxe Room with 35 and a Classic Room with 23 square meters. Both were decorated in a very convenient, light and friend way, leaving nothing to be desired.
Number 704 (Deluxe Room) has a connecting door to Number 706, which is the Presidential Suite. Both rooms are located on the beautiful attic floor and offer a partly pitched roof area which only adds to the very comfortable and charming impression. The suite offers 80 square meters as well as a well equipped roof terrace with 30 square meters, from where you have an excellent view of Paris.
The suite and the connecting room can be booked for receptions and special events as well.
The entire rooms which I have seen were decorated in a wonderful and very tasteful way. Light colors left enough space for the own sense of feeling.
It is absolutely unnecessary to describe the further interior or the different services of this hotel as it is part of the Hyatt group. To be a member of the Hyatt Hotels one has to meet certain requirements. To me the Hyatt Regency Paris Madeleine exceeds those standards. I was very impressed by the charisma of this venue, its employees and the hotel´s philosophy.
The hotel offers 39 Classic Rooms, 36 Deluxe Rooms, 4 Suites and 7 Executive Rooms. Additionally conference and bankett facilities are designed by Pascal Desprez and feature state-of-the-art equipment (2 rooms for 10 guests each, 1 room for 23 and 1 room for 6 guests). Of course those rooms can be booked for functions and private events as well.
With Café M the designer Pascal Desprez has created an elegant and glamorous venue, where guests can really relax and unwind. During the evening the café turns into a champagne bar handled by Alexis Martinez Lopez who offers a menu featuring the finest selection of exclusive champagnes and drinks.
The Lounge Restaurant La Chinoiserie – at the center of the hotel – tempts the guest to select from the wonderful delicacies in order to enjoy a special lunch or dinner. This venue can also be booked for private events, like cocktail receptions (up to about 100 guests).
But of course you can just take a seat in one of the cozy arm chairs by the open fire and enjoy your afternoon tea.
During my site inspection I had a look at the fitness area. Due to the size of the hotel unfortunately a swimming pool is not available, but the hotel offers sauna, steam room and a fitness center with changing rooms and a relaxation room instead. All facilities are tidy, friendly, functional and light.
Important to me is that the hotel will especially take care of women travelling by themselves by offering in-room features like special beauty amenities, salon service, manicure and pedicure. At the restaurant and bar the employees especially take care of the women just to let them really feel at home – safe and sound.
During my visit, which –due to the site inspection- only took some hours I felt very comfortable.
The interior of the lobby, bar, restaurant has been set up in darker colors, which remind a lot of the Asian style. Massive but stylish furniture in front of the fire place invites you to just sit down and relax. The rooms are decorated in light colors and promise you a relaxing stay after an extensive shopping spree or an arduous business day.
A hotel? No. A town house. Exclusive. Small but nice. Exceptionally nice.
I am looking forward to returning to this amazing place.
Please visit: www.paris.madeleine.hyatt.com
“Sommer der Archäologie” in Rom
In Rom wird in diesem Jahr der Sommer der Archäologie gefeiert. Dabei sind bis zum 30. September zahlreiche historische Monumente geöffnet, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind. Dazu gehören die römischen Fresken in der Casa di Livia und der Casa dei Grifi auf dem Palatin sowie der Loggia Mattei mit der Aula Isiaca, das Oratorium der Quaranta Martiri und der Romulus-Tempel auf dem Forum Romanum. Im Kolosseum stehen abends unter dem Motto “La luna sul Colosseo” Besichtigungen der Ausstellung “Divus Vespasianus” auf dem Programm. Abgerundet wird der Sommer mit Theateraufführungen und Konzerten, die im Palazzo Altemps, in der Cripta Balbi, im Palazzo Massimo und den Terme di Diocleziano stattfinden.
Weitere Infos (auf italienisch) unter www.beniculturali.it
Quelle: TRAVEL ONE MORNING NEWS – 23.07.09
Bezahlkarte für Großbritannien-Reisende
Reisebüros können Kunden, die nach Großbritannien reisen, helfen Geld zu sparen. Visit Britain hat eine “Prepaid Cash-Card” aufgelegt, mit der Reisende überall bezahlen können, wo das Mastercard-Zeichen zu finden ist. Die Kunden übertragen vor der Abreise einen beliebigen Betrag auf die Karte. Wenn sie vor Ort damit bezahlen, entstehen keine Transaktionsgebühren. Nach Ende der Reise kann der Restbetrag an jedem Geldautomaten mit Mastercard-Akzeptanz in Großbritannien oder Deutschland abgehoben werden.
Weitere Infos unter www.visitbritaincashcard.com
Quelle: TRAVEL ONE MORNING NEWS – 20.07.09
USA Today: Broadway´s new outdoor show
Am 26.05.09 berichtete ich darüber, dass der Broadway zur Fußgängerzone umfunktioniert wurde.
Ein gigantisches Projekt, das auch von der Bevölkerung angenommen wurde.
Hierzu findet man auf YouTube schon einige Videos – Suchbegriff: Broadway Pedestrian Zone.
Die USA Today schrieb zum Thema am 29.05.09 Folgendes:

Gesundheitsinformation für Reisende
Reisebüros können Kunden, die sich vor ihrer Reise Sorgen wegen Gesundheitsrisiken machen, mit umfangreichen Informationen versorgen. Auf der Homepage des Centrums für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf können Flyer zu verschiedenen Themen kostenlos heruntergeladen werden. Dazu gehören der Krankenversicherungsschutz bei Auslandsreisen, das Infektionsrisiko in Mittelmeerländern, besondere Gesundheitsvorsorge bei Last-Minute-Reisen und Hinweise zur wahrscheinlich häufigsten Reisekrankheit, dem Durchfall. Über akute Gesundheitsrisiken in einzelnen Reiseländern informiert das CRM in der Rubrik “Aktuelle Meldungen”.
Gesundheits-Infos unter www.crm.de/aktionen/index.html
Quelle: TRAVEL ONE MORNING NEWS – 16.07.09
Guangzhou: Per Fähre zum Hongkong Airport / Take a ferry to HKG International Airport
Für Reisende in der chinesischen Metropole Guangzhou ist es künftig leichter, über den Flughafen von Hongkong an- und abzureisen. Gestern wurde eine neue Schnellfähren-Route eröffnet, die den Stadthafen Nansha in einer Stunde mit dem Airport verbindet. Das Schiff verlässt Guangzhou täglich um 9:30 Uhr. In der Gegenrichtung legt es um 15:30 Uhr am Flughafen ab. Passagiere von China Airlines, EVA Airways, JAL und Mandarin Airlines können ihr Gepäck bereits in Nansha zu ihrem Flugziel durchchecken. Auch Cathay Pacific und Dragonair wollen diesen Service anbieten. Betrieben wird die neue Route von Sky Pier. Die Gesellschaft verbindet jetzt sieben Häfen im Delta des Pearl River mit dem Hongkong Airport, darunter Maucau und Shenzhen.
Quelle: TRAVEL ONE MORNING NEWS – 15.07.09
Please find the respective details in English: www.hongkongairport.com (> Transport > Ferry Transfer)
Re-Launch: Spotlight on . . . | Report: Paris

(Photo: Angela Schulz)
Heute habe ich die Kategorie “Spotlight on …” wieder ins Netz gestellt: mit meinem Bericht aus Paris.
Die englische Textversion folgt.
***
Today I re-launched the “Spotlight on . . . section of the WTP website with my story from Paris.
The English translation will follow shortly, but: why dont you meanwhile have a look at the photos which I took while being abroad.
Paris
Stand: April, Mai 2009
Alle Fotos: Angela Schulz
Paris – die Stadt der Liebe, der Lichter, der wunderbaren Bauten. Paris, die Stadt mit den vielen Gesichtern, war wieder Ziel meiner Reise.
Von Düsseldorf aus fährt man am besten auf dem direkten Weg nach Paris: Richtung Aachen, dann durch Belgien und weiter nach Frankreich – über die Autobahn. Man sollte die Mautgebühren berücksichtigen, die in Frankreich berechnet werden. Diese können an den jeweiligen Zahlstellen bequem entweder in bar oder mit Kreditkarte gezahlt werden und betragen zur Zeit ca. 15 Euro pro Strecke. Wundern Sie sich nicht, wenn die eine oder andere Zahlstelle, die Sie anfahren, nicht mit Personal besetzt ist: Schritt für Schritt führen die Darstellungen an den Automaten Sie durch die Zahlungsmodalitäten.
Die Fahrt nach Paris führt durch eine wunderbare Landschaft. Wählt man eine Reisezeit, in der nicht viel Verkehr auf den Straßen herrscht, ist bereits die Reise das Ziel. Sobald man dann in das Einzugsgebiet der berühmt-berüchtigten Périphérique gelangt, ticken ganz deutlich französische Stadtuhren. Jedoch sind dies nicht jene, die durch *Laissez Faire* charakterisiert werden können, sondern es sind förmlich solche Stoppuhren, deren rasende Zeiger man vergeblich zu beobachten sucht.
Aber alles ist nicht wirklich ganz so schlimm. Kennt man sich noch nicht so gut mit den Gepflogenheiten auf der Stadtautobahn aus, hält man sich am besten auf der zweiten Fahrspur von rechts. Hier kann man relativ gemütlich fahren und wird auch nicht durch auf die Autobahn preschende Fahrzeuge irritiert.
Schon vor Reiseantritt sollte man sich darüber informieren, welche Ausfahrt man von der Périphérique nehmen muss, denn wenn man nicht gerade ein Navigationssystem im Wagen installiert hat und evtl. noch alleine unterwegs ist, wird es schwierig, sich den französischen Fahrweisen anzuvertrauen und gleichzeitig dabei noch die Straßenkarte zu entziffern. Hat man dann aber die richtige Ausfahrt gewählt, ist man seinem Ziel schon einen großen Schritt nähergekommen.
Nun kann man sich auf die Metropole an der Seine einlassen. Auf die prachtvollen Boulevards, auf die wunderbaren und beeindruckenden Bauwerke, aber auch auf die kleinen Gassen und Nebenstraßen. Vor allen Dingen sollte man sich auf das französische Flair einlassen. Auf die Menschen, die in dieser ganz besonderen Stadt leben.
Spricht man die Landessprache, ist es natürlich einfach, sich zu unterhalten. Doch mittlerweile ist es auch nicht mehr verpönt, Englisch zu sprechen. Vor vielen Jahren habe ich es erlebt, dass gerade Mitarbeiter der Gastronomie sich weigerten, Englisch zu verstehen, geschweige denn auf Fragen in Englisch zu antworten. Diese Zeiten sind gottseidank – soweit ich es persönlich beurteilen kann – passé. Sogar die Damen und Herren der älteren Generationen lassen sich bereitwillig auf ein kleines Schwätzchen mit einer Ausländerin aus Deutschland ein.
Paris verführt – insbesondere bei wunderbar sonnigem Wetter – zu vielen Dingen. Man weiß nicht, wofür man sich entscheiden soll: Einkaufen bei Samaritaine, gegenüber der Pont Neuf, oder Galeries Lafayette auf dem Boulevard Haussmann, vielleicht auch während eines Bummels über die Rue de Rivoli. Es gibt unzählige Läden, die auch am Wochenende geöffnet haben. Interessant ist es, sich auch auf die kleinen Designerläden in den anderen Bezirken einzulassen: hier schmiegt sich Laden an Laden. Die Inhaber sind freundlich und bestrebt, die Wünsche der Kunden zu erfüllen.
Jede Shoppingtour muss einmal unterbrochen werden. Man muss Luft holen können und die vom Laufen geplagten Füße einmal von sich strecken. Natürlich kann man in den zahllosen Gartenanlagen ausruhen. Doch so richtig stilvoll ist es erst, sich ein schönes kleines Café direkt an einer der beeindruckenden Boulevards zu suchen, um in die Sonne zu blinzeln, einen Cappuccino zu trinken und dabei die vorbeieilenden Menschen jeglicher Couleur zu beobachten. Das ist Paris.
Wenn man dann noch die Augen schließt und hört, wie ein Musiker in einem der umliegenden Wohnhäusern Saxophon spielt, ist die Welt einfach perfekt. Gerüche, Geräusche, Musik. Paris.
Doch Paris lädt auch noch auf eine andere Weise ein, entdeckt zu werden. Am besten zu Fuß und nicht nur auf der Jagd nach dem ultimativen Shopping-Schnäppchen, sondern mit dem Stadtplan in der Hand. Am besten überlegt man sich im Vorfeld, was man anschauen möchte und lässt dennoch sehr viel Platz in seinen Plänen für die ungeplanten Dinge und Abstecher, die das Leben gerade in Paris an jeder Straßenecke bietet.
Ich wurde an diesem Morgen förmlich von der Sonne aus dem Bett geholt und wusste, es war der Tag der superbequemen Schuhe. Ich plante, vom Place Vêndome aus durch den Jardin des Tuileries zum Louvre zu gehen und weiter zur Kathedrale Notre Dame, quasi zum Nullpunkt Frankreichs: *Point zero des routes de France*. Schon seit vielen Jahrhunderten werden von hier aus alle Entfernungen zwischen Paris und Zielen in ganz Frankreich berechnet. Von der Ile de la Cité aus wollte ich in das Viertel St. Germain und in großem Bogen wieder zurück zum Hotel gehen, das am Place Vêndome liegt.

Es war der 1. Mai, und Paris schien noch zu ruhen, als ich meinen Rundgang bei wunderbarem Sonnenschein begann.


Die Straßen waren noch leer. Zögerten die Menschen am späten Vormittag noch, irgendwelchen Aktivitäten nachzugehen?
Die Zeit hing buchstäblich in der Schwebe.

Die Atmosphäre erinnerte mich an Südfrankreich. Erlebnisse in Nizza und Cannes kamen mir in den Sinn. Doch ich war in Paris, auch wenn die Außentemperaturen leicht mit denen an der Côte d´Azur mithalten konnten.
So waren auch unzählige Sonnenanbeter im Jardin des Tuileries versammelt, die Gesichter der Sonne zugewandt. Alle Stühle und Bänke um die kleinen und großen Springbrunnen herum waren belegt. Die Ahnung des Sommers lag in den Gesichtern der Erwachsenen und Kinder – und nicht nur die Spuren des gerade genüsslich verzehrten Speiseeises. Pärchen erzählten sich flüsternd und lächelnd ihre ganz eigenen Geschichten, während sie eng umschlungen den Wegen der Anlage folgten.

Aufgrund des Feiertages war das Musée du Louvre leider geschlossen. Allerdings bezweifle ich stark, dass ich mir bei diesem wunderbaren Wetter wirklich die Ausstellung in den heiligen Hallen von Paris angeschaut hätte (Im Übrigen wollte ich mir ebenso noch einmal das Musee d´ Orsay anschauen, dessen Besuch ich nun jedoch aufgrund des perfekten Wetters auf eine spätere Parisreise verschoben habe).

Jetzt aber führte mich mein Weg weiter – entlang dieses großartigen Pariser Stadtpalastes, dessen Innenhof den Ausgangspunkt der *Historischen Achse* bildet. Sie erstreckt sich von der gläsernen Eingangspyramide bis zum Grande Arche in La Défense. Zentrum dieser Achse ist die Avenue des Champs-Elysées. Ich folgte dem Quai Francoise Mitterrand und schlenderte an den bekannten Buch- und Kunstständen vorbei, die ein wunderbares Sammelsurium an Texten und Bildern boten.


An der berühmten, im Jahre 1607 erbauten Pont Neuf hielt ich inne und ließ mich vom Rhythmus der Stadt tragen.

Bilder kamen mir in den Sinn. Erinnerungen an den unvergesslichen Film von Leos Carax *Die Liebenden von Pont Neuf* mit Juliette Binoche und Denis Lavant. Ich stand einfach am Brückengeländer, schaute auf die Seine, auf die Bauwerke, die in fast greifbarer Nähe vor mir lagen, schaute in die Augen der Passanten und sah die Stadt, die ich liebe.
Über die Brücke gelangte ich zur Spitze der Ile de la Cité und folgte dem Quai de l´Horloge.
Bis ich erstaunt auf die Blumenpracht schaute, die sich vor mir ausbreitete.

Ich hatte einen der Blumenmärkte von Paris erreicht.
Eine unglaubliche Mischung aus vielerlei Blumendüften stieg mir in die Nase. Ich wusste nicht, wohin ich zuerst schauen sollte.

Zu den Rosen in unglaublichen Farbtönen und ihren starken Duftnoten? Zu den unzähligen kleinen Pflänzchen, die in den Regalen standen und darauf warteten, gekauft und mit nach Hause genommen zu werden, um ein Heim zu verschönern?

Ich wusste es nicht. Und somit folgte ich Weg für Weg und Reihe für Reihe den wunderbaren Farben und Düften.

Ich konnte mich nicht entschließen, diesen Markt zu verlassen. Ich wollte diese unglaubliche Duftkomposition, die die Natur mir bot, nicht hinter mir lassen. Ich wollte innehalten. Die Zeit anhalten. Und so ließ ich mich auf der perfekten Bank inmitten der perfekten Blüten und Düfte nieder, schloss die Augen und verhielt mich ganz still – in dieser ganz speziellen Momentaufnahme des Lebens.
Nach einiger Zeit führte mein Weg mich dann zur Notre Dame de Paris.

Bewacht von den Gargoyles, den Skulpturen des 12. Jahrhunderts, erhebt sich die Kirche stolz und mächtig dort, wo schon vor 2000 Jahren ein gallisch-römischer Tempel gestanden hat. Notre Dame de Paris – ein Wahrzeichen der Baukunst längst vergangener Zeiten. Ich wollte mir die Kirche –wie jedes Mal, wenn ich in Paris bin- ansehen, doch hielt mich eine lange Menschenschlange davon ab. Aufgrund des Feiertages wollten natürlich noch viele andere dieses wunderbare Bauwerk von innen erleben. Ich verzichtete darauf, mich in die Warteschlange einzureihen und ging über die Pont au Double in das Viertel Saint-Germain.

Kleine Gässchen, gemütliche Atmosphäre, Ruhe. Man hat den Eindruck, eine Zeitschwelle überschritten zu haben. Alles läuft etwas langsamer als sonst irgendwo in Paris. Die Menschen nehmen sich etwas mehr Zeit, um ihren Geschäften nachzugehen.
Ich wollte zum Boulevard Saint-Germain, um von dort aus wieder in Richtung Place Vendôme zu gelangen.

Allerdings hatte ich nicht bedacht, dass auch in Frankreich am 01. Mai Protestkundgebungen die Einwohner auf die Straße bringen. So fand ich mich plötzlich mitten auf dem Boulevard Saint-Germain inmitten der Aktionen zum 01. Mai, die jedoch friedlich verliefen. Kurzerhand entschied ich mich, dem ganzen ein wenig aus dem buchstäblichen Weg zu gehen, und da ich mittlerweile auch recht hungrig war, setzte ich mich in einen japanischen Imbiss und genoss das vermutlich beste Sushi in Paris. Anschließend lief ich über die Rue Saint-Jacques in die kleine Fußgängerzone. Von dort folgte ich den Straßen, die eine Weile parallel zum Boulevard Saint-Germain verliefen.

Plötzlich war es wieder ruhig. Ganz ruhig. Auf fast menschenleerer Straße und in wunderbarem Sonnenschein. Die Architektur erstrahlte in einem unglaublichen Licht. Alles sieht so anders aus, wenn die Nachmittagssonne die Lichtverhältnisse verzaubert.

Ganz simple Tore werden zu Portalen, die in eine Märchenwelt zu führen scheinen.

Über die Rue de l´Université gelangte ich zurück auf den Boulevard Saint-Germain und überquerte am Quai d´Orsay die Pont de la Concorde.


Sie führt geradewegs zum Place de la Concorde, auf dem plötzlich wieder der Nachmittagsverkehr pulsierte.

Um den Obelisk herum und die Champs-Elysées hinauf und hinunter. Das war das Paris, wie man es kennt. Laut. Schnell. Eine Großstadt, in der man sich verlieren kann.
Aber auch eine Großstadt, in die man sich verlieben kann.

Denn sobald man den Place de la Concorde in Richtung Nordwesten überquert und dann parallel zur Champs-Elysées über die Allée Marcel Proust durch den Park bis zum Espace Pierre Cardin geht, greift der Zauber wieder mit aller Macht ein.

Spaziergänger, die sich auf den Bänken im Park ausruhten, lasen, erzählten, lachten. Kinder, die umher tollten. Studenten, die sich auf ihre Arbeiten vorbereiteten. Ein älteres Ehepaar, das versonnen Hand in Hand nebeneinander auf der Parkbank saß, von vergangenen Zeiten träumend und Pläne für die Zukunft schmiedend.
Sie alle wussten um den Zauber von Paris.

Über die Rue Boissy d´Anglas und die Rue Saint-Honoré gelangte ich nach vielen Stunden zurück zum Place Vendôme – und hatte wieder nur einen Bruchteil der unzähligen Möglichkeiten kennengelernt, die Paris bietet.
Eine wunderbare Art, Paris buchstäblich einmal von einer anderen Seite zu erleben, ist die, mit einem der vielen Bateaux Mouches tagsüber oder nach Einbruch der Dunkelheit über die Seine zu fahren. Beide Varianten haben ihren ganz speziellen Charme. Tagsüber erlebt man die gigantischen Bauwerke in all ihren Facetten. Abends kann man sich einfach von der nächtlichen Stimmung tragen lassen. Große, auf den Schiffen montierte Scheinwerfer erhellen die Szenerie und verstärken der Zauber des nächtlichen Paris.
Paris, eine der schönsten Städte der Welt, wartet nun darauf, von Ihnen entdeckt zu werden.
Unesco ernennt 13 neue Welterbestätten / Update on UNESCO’s World Heritage List
Die Unesco hat die Liste der Welterbestätten um 13 Neuzugänge erweitert. Dazu gehören Landschaften und Kulturstätten, die für den Tourismus von Bedeutung sind. In Europa wurden das deutsche und niederländische Wattenmeer sowie die Dolomiten als Weltnaturerbe in die Liste aufgenommen. Dem Elbtal in Dresden wurde wegen der Waldschlösschenbrücke der Status als Welterbe hingegen wieder abgesprochen. Als Kulturerbe sind das Stoclet-Haus in Brüssel, die prähistorische Stadt Caral-Supe in Peru, der Herkulesturm in A Coruña in Galicien und die Königsgräber der Joseon-Dynastie in Korea neu auf der Liste. Auch die Kolonialstadt Cidade Velha auf den Kapverden und der Gebirgszug Wutai-Shan in China, das wichtigste der vier heiligen Gebirge des chinesischen Buddhismus, dürfen sich künftig als Unesco-Welterbe bezeichnen.
Quelle: TRAVEL ONE MORNING NEWS – 01.07.09
Please find details on the updated UNESCO’s World Heritage List: http://whc.unesco.org/en/news/536
