Travemünde: Maritim Strandhotel

Kategorie: Europe

Stand: September 2007

Das Maritim Strandhotel, ein Haus mit eigenwilligem Charakter und 35 Stockwerken,
liegt direkt am Strand.

Die Internetseite ist übersichtlich und logisch aufgebaut, die Wegbeschreibung führt
direkt zum Ziel.

Check-in / Check-out
Der Check-in verlief problemlos. Der Mitarbeiter handelte perfekt, freundlich,
zuvorkommend und absolut professionell.

Während meines Aufenthaltes wurden Fragen an der Rezeption freundlich und
zuvorkommend beantwortet, Hilfestellungen leistete man ohne Verzögerung und
Wünsche wurden prompt erfüllt.

Eine Terminabstimmung für die Besichtigung der anderen Häuser (Timmendorfer
Strand) konnte allerdings leider nicht termingerecht abgewickelt werden, auch das
Prospektmaterial, das ich nach meiner Abreise über diese Häuser zugeschickt
bekommen sollte, ist nicht eingetroffen.

Der Check-out verlief kompliziert, da die Rechnung neu erstellt werden musste.
Letztendlich reiste ich sogar ohne korrekte Rechnung ab, deren korrigierte Version
mir aber in den nächsten Tagen per Post zuging.

Ein anderer Gast stand beim Check-out neben mir. Ihn fragte man, ob er Hilfe bei
seinem Gepäck benötige. Mich leider nicht.

Zimmer
Ich erhielt das Zimmer 1309, ein sehr geräumiges Doppelzimmer mit Blick auf die
Promenade und die Ostsee. Man könnte dieses Zimmer als eine „Grand Dame”
bezeichnen, die in Würde gealtert ist. Das Mobiliar ist recht in die Jahre gekommen,
aber in Ordnung, etwas abgewohnt, aber immer noch funktionell. Der Balkon war
groß und mit Stühlen ausgestattet, die zum Ausruhen und Genießen des Ausblickes
einluden. Im Kleiderschrank fand ich schöne Polster für diese Stühle.

Der sehr geräumige Kleiderschrank, in dem ausreichend Bügel zur Verfügung
standen, war außen allerdings sehr verkratzt. Auch fand ich dort keine Wolldecke, bin
mir aber sicher, dass ich sie auf Nachfragen erhalten hätte.

Der Teppich wies einige Flecken auf. Der bequeme Schreibtischstuhl war derart mit
Flecken überdeckt, dass ich ein Badetuch aufgelegt habe, um mich überhaupt dort
wohlfühlen zu können.

An einigen Stellen war auch die Tapete fleckig und löste sich teilweise.

An den Stellen, an denen z.B. die Ablage regelmäßig entstaubt wird, sah man einen
recht dunklen und zweifelhaften Rand an der Wand.

Das Bad schien erst kürzlich renoviert worden zu sein, da es in modern, gediegenem
Marmordesign erstrahlte. Es war sehr geräumig und sauber (außer an einer recht
schwer zugänglichen Stelle an der Decke über der Badewanne). Ein Körbchen stand
auf der Ablage und bot Artikel wie Zahnbürste und –creme, Zahnseide, Nagelfeile,
Duschhaube und Seife, Duschgel, Shampoo. Zusätzlich standen dort noch
Fläschchen mit Duschgel, Shampoo und Lotion aus der Chopard-Serie. Weiterhin
fand ich noch Kamm und Rasierset.

Im Großen und Ganzen gefiel mir aber das Zimmer. Es war gemütlich und groß
genug, um auch hier Zeit zu verbringen. Das Bett war sehr bequem, das Bettzeug
schön und gemütlich. Durch die Lage im 13. Stock störte kein Fahrzeuglärm die
Ruhe. Auch war das Zimmer recht gut schallisoliert. Der einzige Nachteil ist der, dass
evtl. Rauch vom Nachbarbalkon – je nach Windrichtung – in das eigene Zimmer weht
und dort über Nacht verbleibt.

Eine Klimaanlage besaß das Zimmer nicht, jedoch konnte ich während der gesamten
Zeit meines Aufenthaltes die große Balkontüre offen lassen. Dadurch herrschte
immer ein sehr angenehmes Raumklima.

Eine schöne Geste war die am richtigen Datum aufgeschlagene Fernsehzeitung
neben dem TV-Gerät.

Auf die tägliche Reinigung des Zimmers verzichtete ich und hängte ein „Do not
disturb”-Schild an meine Türe. Wenn ich in mein Zimmer zurückkehrte, hing ein
weiteres Schild dort, das mich auf die Möglichkeit hinwies, bis zum Abend noch den
Service aus dem Bereich „Housekeeping” in Anspruch nehmen zu können.

Mahlzeiten
Die Mahlzeiten wurden im Ostsee-Restaurant eingenommen. Hier hatte man einen
schönen Blick auf die See und die Hafeneinfahrt (leider waren die Fenster
teilweise nicht sehr gut geputzt, so dass man auch durch den Blick auf am Fenster
klebenden Vogelkot etwas irritiert wurde). Der Raum ist sehr groß, wird aber durch
eine interessante Tischplatzierung und Raumteiler optisch etwas verkleinert,
zumindest im vorderen Bereich.

Als ich am ersten Morgen das Restaurant betrat, war ich erstaunt darüber, dass ich
nicht begrüßt und zu einem freien Tisch geführt wurde. Dies ist leider in Deutschland
noch nicht so populär wie in anderen Ländern. Daher musste ich an belegten Tischen
vorbeigehen und mir einen freien Platz suchen, was ich als sehr unangenehm und auch recht
peinlich empfand.

Als ich mich an einen freien Tisch gesetzt hatte, merkte ich, dass dieser ungenügend
eingedeckt war. Es fehlten Serviette, Zucker und Milchkännchen. Doch nun wollte ich
mich nicht noch einmal umsetzen. Mir wurde die Kaffeekanne ohne weiteren
Kommentar auf den Tisch gestellt, eine Serviette habe ich mir dann vom Nebentisch
genommen, ebenso den Zucker, da ich nicht länger warten wollte. Auch gab es keine
Möglichkeit, mit jemandem vom Personal Blickkontakt aufzunehmen.

Die Auswahl des Frühstücksbuffets war einfach grandios und es würde den Rahmen
sprengen, das gesamte Angebot hier aufzuführen. Es war einfach perfekt.

Leider war der Service nicht immer zufriedenstellend, besonders morgens nicht.
Einerseits wurden die Stammgäste lautstark und ausführlich begrüßt und umsorgt,
andererseits Gäste, die evtl. das erste Mal im Hotel logierten, dagegen nicht wirklich
gut bedient. Ich habe sehr oft beobachten müssen, wie Geschirr nicht abgetragen
wurde und sogar die Gäste selbst darauf aufmerksam machen mussten, damit die
benutzten Teller doch bitte endlich vom Tisch genommen würden. Zumeist war es
jedoch so, dass die Tische erst dann abgeräumt wurden, wenn die Gäste das
Frühstück beendeten. Kaffee gab es meist nur auf Nachfrage.

Schön war es, dass zum Frühstück Sekt gereicht wurde. Schöner wäre ein
wohltemperierter Sekt gewesen.

Als ich an einem Morgen um Kaffee bat, wurde mir eine Kanne auf den Tisch gestellt
mit der Bemerkung: Der Kaffee ist noch relativ frisch. Diese Bemerkung hat mich so
perplex zurückgelassen, dass ich nicht in der Lage war, entsprechend darauf zu
reagieren.

Mittags und abends war der Service schon wesentlich besser. Die Auswahl der
Speisen war jeweils genauso gut wie morgens.

Leider kontrollierte man nicht das Geschirr, bevor es den Gästen für die Mahlzeiten
zur Verfügung gestellt wurde. Ich habe Teller gesehen, die nicht gut gespült waren,
Milchkännchen, in denen noch ein alter Milchrand verblieben war. Das macht keinen
sonderlich guten Eindruck.

Das Restaurant „Über den Wolken” im 35. Stock bietet einen unvergleichlichen
Ausblick auf die Lübecker Bucht und den Hafenbereich von Travemünde. Die
Möblierung ist in gediegenem Stil gehalten und bietet ein schönes Ambiente. Das
Abendessen war von guter Qualität. Leider ist hier in diesem Bereich das Rauchen
uneingeschränkt erlaubt. Qualm von Zigaretten- und Pfeifenrauchern störte den
Genuss des Essens.

Der Toilettenbereich war zwar noch im alten Stil belassen, jedoch sauber.

Die Barbereiche habe ich nicht genutzt, da hier auch geraucht wurde.

Seminardetails
Der helle Seminarraum Braunlage bot genügend Platz für die Arbeit der
Seminarteilnehmer und der Dozenten. Die leider auch schlecht geputzten Fenster
konnten komplett geöffnet werden. Getränke wie Mineralwasser und Säfte standen
auf den Tischen zur Verfügung. Dazu reichte man geschmackvolle Gläser.

Die Pausenverpflegung bestand grundsätzlich aus Kaffee und diversen Teesorten.
Zusätzlich wurde eine große Auswahl an schön dekoriertem frischen Obst (Melone,
Ananas, Kiwi etc.) gereicht. Nachmittags gab es noch Gebäck oder Kuchen.

Leider wurde der Bereich, in dem man sich zur Gruppenarbeit bzw. zu den Pausen
traf, auch von den Rauchern zur Raucherpause genutzt. Dies war sehr unangenehm.

Das Personal war sehr freundlich und sehr aufmerksam.

Die Gästetoilette im Seminarbereich war immer perfekt sauber.

Schwimmbad
Das Hotel bietet dem Gast die Möglichkeit, im schönen Schwimmbad, das im
ebenerdigen Bereich des Hauses liegt, zu entspannen. Die Einfahrt zur Tiefgarage
liegt direkt nebenan und durch die großen Fenster kann man sehen, wer in die
Garage fährt. Den Zugang zum Badebereich erhält man über die Zimmerkarte. Das
Schwimmbad selbst machte einen guten und sauberen Eindruck. Es macht Spaß,
dort einige Bahnen zu schwimmen. Die anderen Bereiche, die zu diesem Komplex
gehören, habe ich mir nicht angeschaut. Ich habe mich anschließend in meinem
Zimmer geduscht und umgezogen.

Freizeitgestaltung
Durch seine traumhafte Lage direkt an der Ostsee, bietet das Hotel viele
Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Man kann auf der Promenade entlang gehen,
man kann den Viermaster „Passat” besichtigen oder in einem der vielen Cafés die
ein- und ausfahrenden Schiffe beobachten. Auch legen kleiner Schiffe in
Travemünde an, mit denen man Touren z.B. nach Lübeck unternehmen kann.

Tiefgarage
Die dem Hotel angeschlossene Tiefgarage ist zur öffentlichen Nutzung freigegeben
und kostenpflichtig. Hotelgästen steht sie zum Tagespreis von 10 Euro zur
Verfügung. Sie ist allerdings etwas düster, auch wenn Kameras fast an jeder Ecke
installiert sind. Frauenparkplätze sind auch im hinteren Bereich angesiedelt. Fast alle
Behindertenparkplätze (insgesamt eine sehr hohe Anzahl !) dagegen ausschließlich
im vorderen Eingangsbereich.

Aufzugsanlagen
Von der Tiefgarage aus gelangt man über einen kleinen Aufzug in die Lobby des
Hotels. Dieser Aufzug ist recht alt, eng, klein und wackelig, versieht aber seinen
Dienst. Die Aufzuganlage, die von der Lobby aus bis in den 13. Stock fährt, ist in
2007 modernisiert worden und besteht aus drei Aufzügen, die schnell und effizient
die Stockwerke bedienen. Der Aufzug, der im Bereich der Residenzen in den 35.
Stock und damit zum Restaurant fährt, ist auch recht alt, fährt aber recht schnell und
zügig.

Fazit: Bei diesem Hotel handelt es sich um einen sehr großen Komplex, der, außer dem
Hotelbetrieb, noch über 20 Stockwerke verfügt, in denen Residenzen untergebracht
sind. Vermutlich wird es den Herrschaften, die hier wohnen, ermöglicht, im Hotel ihre
Mahlzeiten einzunehmen.

Beim Verfassen des Fazits habe ich gemischte Gefühle.

Einerseits fand ich es sehr schade, dass ich feststellen musste, wie unterschiedlich
teilweise die Gäste in diesem Haus behandelt werden. Vornehmlich älteres Personal
bevorzugt offensichtlich die Stammgäste und bewirkt damit, dass potentielle
Stammgäste etwas ob der Richtigkeit ihrer Wahl des Hotels verunsichert werden.
Andererseits fühlte ich mich – insbesondere durch die etwas jüngeren Damen und
Herren – sehr gut behandelt und betreut.

Mich haben sehr die Raucherbereiche gestört, durch die ich hindurchgehen musste,
um meine Ziele zu erreichen: das Foyer, der Bereich, in dem die Seminarpausen
abgehalten wurden, das Restaurant im 35. Stock. Ich hoffe sehr, dass bald eine
Regelung gefunden wird, die sowohl den Rauchern, als auch den Nichtrauchern
zusagt.

Trotz allem war es ein sehr schöner Aufenthalt im Maritim Strandhotel Travemünde !

website: www.maritim.de

 

Starnberg: Tagungszentrum Starnberg

Kategorie: Europe

Stand: August 2007

Das Tagungszentrum liegt nur wenige Fahrminuten südlich von Starnberg.

Die Wegbeschreibung auf der homepage ist nicht ausreichend, mit ihrer Hilfe alleine findet man das Tagungszentrum nicht. Auch die Hinweise in den zugesandten Seminarunterlagen sind zu knapp.

Das Tagungszentrum ist in einer Villa direkt am See untergebracht: eine traumhafte Kulisse für erfolgreiche Seminare.

Eine private Anmietung der Zimmer ist möglich.

Für die Unterkünfte stehen Zimmer in der Villa und in zwei weiteren Häusern, die sich direkt auf dem Grundstück befinden, zur Verfügung. Allerdings sollte man nicht mit umfangreichem Gepäck anreisen, da es etwas schwierig ist, dieses zum jeweiligen Zimmer zu bringen. In der Villa steht ein Aufzug zur Verfügung. Man kann auch mit dem Wagen direkt bis zur Eingangstüre der Villa fahren, um das Gepäck zu entladen.

Checkt man allerdings im Haus 1 ein, muss man weite Wege gehen und viele Treppen steigen, auch innerhalb des Hauses. Ein Aufzug steht dort nicht zur Verfügung. Das zweite Haus habe ich mir nicht angeschaut, gehe aber davon aus, dass es sich dort ähnlich verhält (aufgrund der Berichte anderer Seminarteilnehmer). Beim Check-in sagte man mir, dieses zweite Haus sei das sog. Raucherhaus.

Den Wagen kann man nicht auf dem Grundstück selbst abstellen, dazu steht ein großer und kostenfreier, jedoch unbeaufsichtigter Parkplatz, ca. max. 100 Meter entfernt auf einem anderen Grundstück zur Verfügung.

Man lädt also sein Gepäck aus und fährt den Wagen zum Parkplatz.

Ein Gast, der mit dem Motorrad anreiste, konnte das Fahrzeug unter dem Vordach von Haus 2 abstellen.

Check-in / Check-out
Der Check-in verlief etwas kompliziert und umständlich, obwohl ich in diesem Moment die einzige Person an der Rezeption war.

Der Check-out war ein bisschen enttäuschend. Der Vorgang an sich verlief problemlos, die junge Dame am Counter verhielt sich sehr professionell und
freundlich. Ich fragte, ob kurzfristig ein Late Check Out möglich wäre. Sie antwortete, dass sie mir diese Frage nicht beantworten könne, sie sich aber umgehend erkundigen und mir Bescheid geben würde. Plötzlich schaltete sich ein älterer Mann (Hausmeister?) ein, der mir ziemlich unmissverständlich erklärte, dass dies ja wohl nicht möglich sei, schließlich müsse man die Zimmer wieder termingerecht säubern und für die nächsten Gäste bereitstellen. Es sei absolut unmöglich, denn man könne dies nicht jedem Gast gewähren.

Diese Antwort war für mich recht eindeutig !

Als ich später noch eine Frage hatte, meinte die junge Dame, sie habe sich mit der Leitung in Verbindung gesetzt und ein Late Check Out wäre durchaus für mich in Ordnung gewesen.

Leider hatte ich zu diesem Zeitpunkt mein Gepäck schon im Wagen, der voll beladen und unbeaufsichtigt auf dem Parkplatz stehen musste.

Natürlich hätte ich mein Gepäck am Vormittag noch in der Villa lagern können. Jedoch hätte dies bedeutet, dass ich das Gepäck hätte aus meinem Zimmer viele Treppenstufen nach draußen und weitere Treppenstufen zur Villa tragen und nach Ende der Veranstaltung wieder zum Wagen transportieren müssen.

Zimmer
Mir wurde das Einzelzimmer Nr. 33 zur Verfügung gestellt. Es war ein kleines, neu renoviertes Eckzimmer. Leider hatte ich kein Fenster mit Blick auf den See, sondern auf die Bäume. Dadurch war das Zimmer etwas dunkel. Allerdings wog die Ruhe in diesem Zimmer alles andere auf. Wenn ich mich im Zimmer befand, hörte ich lediglich das Rauschen der Blätter und das Zwitschern der Vögel. Kein Straßenlärm drang bis hier vor. Es war die perfekte Ruhe!

Erster Eindruck: sauber, freundliche und moderne Möbel, ein kleiner Schreibtisch, Fernseher und gute Beleuchtung.

Der Kleiderschrank, in dem man einen kleinen Safe zur kostenfreien Nutzung installiert hatte, war etwas knapp dimensioniert (schätzungsweise 50 cm breit), allerdings gab es noch genügend Stauraum in einem Sideboard, auf dem man den Fernseher abgestellt hatte. Leider war dieses Sideboard etwas zu hoch, als dass ich das Fenster hätte komplett öffnen können. Schade.

Der erste, recht positive Eindruck wurde geschmälert, als ich schwarze Haare in der Schublade, auf dem Bettzeug und dem dunkel gemusterten Fußboden fand !

Obwohl man mir beim Check-in sagte, es sei ein neu renoviertes Zimmer, sah man Risse an Wand und Zimmerdecke. Auch gab es hier und da an der Wand einige Flecken, ebenso auf dem Teppich.

Das Bett war sehr gemütlich, ich habe in der gesamten Woche dort sehr gut geschlafen ! Die Matraze und das Bettzeug waren perfekt.

Das Bad war recht klein (max. ca. 2 x 2 m), aber funktionell (Dusche, WC und Waschbecken).Der Boden der Dusche und der restliche Fußboden des Bades waren mit dunklen Fliesen ausgestattet, was ich doch recht bedenklich fand, auch hinsichtlich der dunklen Haare, die ich bereits im Zimmer gesehen hatte.

Im Zimmer gab es keine Klimaanlage. Auch Seminarräume, Speiseräume etc. waren nicht mit Klimaanlagen ausgestattet.

Neben dem Schreibtisch gab es Platz, um den Koffer abzustellen. Allerdings irritierten mich die Spinnweben rechts in der Ecke – auf Augenhöhe von Sitzplatz – etwas.

Meinem Wunsch nach „Do Not Disturb” wurde in der gesamten Woche exakt entsprochen.

Mahlzeiten
Der Speisesaal war recht konventionell mit hellen Möbeln eingerichtet. Von dort hatte man die Möglichkeit, auf die Terrasse zu gehen, um an einem der Tische zu essen. Jedoch versammelten sich dort die Raucher. Insofern mussten die Nichtraucher, die den Rauch unangenehm fanden, im Saal bleiben.

Das Frühstücksbuffet war sehr umfang- und abwechslungsreich, incl. frischer Früchte. Man hätte sich sehr lange und sehr viele Gedanken machen müssen, um nur den Ansatz eines Kritikpunktes zu finden.

Mittag- und Abendessen waren ebenso gut. Mittags hatte man die Wahl zwischen einem vegetarischen und einem nichtvegetarischen Gericht, abends bestand keine Wahl. Bei beiden Mahlzeiten gab es allerdings auch Teilbuffets.

An dieser Stelle möchte ich der Küche ein großes Lob aussprechen. Das Essen war jedesmal perfekt zubereitet. Sonderwünsche wurden sofort erfüllt. Vielen Dank !

Seminardetails
Der lichtdurchflutete Seminarraum, in dem man sämtliche Türen öffnen konnte, befand sich im ersten Stock und hatte direkten Zugang zum Balkon mit Blick auf den See. Sehr schön !

Die Pausenverpflegung bestand aus Plätzchen, Kaffee, Cappuccino bzw. Schokolade in Tüten, sowie diverse Teesorten. Ich hätte mir hin und wieder
geschnittenes Obst gewünscht.

Raucher trafen sich auf dem Balkon. Je nach Windrichtung wehte der Rauch in den Seminarraum hinein.

Die Gästetoilette im Seminarbereich war immer perfekt sauber. Für den angenehmen Duft hatte man dort Schälchen mit Gewürznelken aufgestellt. Eine sehr gute Idee !

Freizeitgestaltung
Durch die traumhafte Lage direkt am See gab es für mich keine große Frage bzgl. der Freizeitgestaltung. Die meiste Zeit, auch in der Mittagspause, habe ich dort unten verbracht. Sonnenliegen mit Auflagen standen zur Verfügung.

Man hätte allerdings auch kostenfrei Fahrräder ausleihen und damit die schöne Umgebung erkunden können.

Im Keller gab es eine kleine Kneipe, die allerdings schlecht klimatisiert waren. Auch hier: Für Nichtraucher ist dies kein angenehmer Aufenthalt.

Dann hätte man noch die Möglichkeit gehabt, Billard zu spielen. Die Örtlichkeit habe ich mir nicht angeschaut. Ebenso nicht den Sauna- und Solariumbereich.

Im gesamten Seminarhaus (Villa) gab es mehrere Internetanschlüsse, die in den Pausen oder nach den Veranstaltungen von den Teilnehmern kostenfrei genutzt werden konnten. Auch Drucker waren teilweise angeschlossen, so dass man sich die recherchierte Information direkt ausdrucken konnte.

Fazit: Das Tagungszentrum beeindruckt alleine schon durch seine grandiose Lage direkt am Starnberger See. Das größte Manko ist für mich die Raucherregelung, insbesondere auf den Terrassen, da man als Nichtraucher entweder das Essen im Freien mit Rauch einnimmt, oder sich bei schönstem Wetter in den Speisesaal zurückziehen muss.

Sehr beeindruckend war für mich die Freundlichkeit des Personals (mit einer Ausnahme). Alle waren sehr hilfsbereit und kompetent in ihrer Handlungsweise.

Ich habe mich sehr wohl gefühlt.

website: www.starnberg.dgb-tagungszentren.de

 

München: Apart Hotel (jetzt: Leonardo Hotel München City Center)

Kategorie: Europe

Stand: August / September 2007

Das 4-Sterne-Hotel mit fünf Zimmerkategorien liegt im Südwesten der Stadt und im
Stadtteil München-Sendling. Es ist über die Autobahn sehr gut zu erreichen. Die
Wegbeschreibung im Internet ist klar und deutlich formuliert.

Das Hotel liegt an einer sehr stark befahrenen Hauptstraße und wenige Meter von
der U-Bahnhaltestelle Brudermühlstraße entfernt.
Kostenpflichtige Parkplätze stehen sowohl vor dem Hotel als auch in der
hoteleigenen Tiefgarage zur Verfügung.

Check-in / Check-out
Durch meine vorzeitige Anreise musste ich ca. 1,5 Stunden auf die Zuteilung meines
Zimmers warten. Man schlug mir jedoch vor, ich könne in der Zwischenzeit meinen
Wagen in die Tiefgarage fahren und das Gepäck mitbringen. Dieses hätte ich in
einem separaten Raum direkt neben der Rezeption lagern können. Ich hätte mir
gewünscht, dass man mich auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht hätte, mich evtl.
in den Barbereich zurückziehen und dort z.B. bei einem Kaffee bis 15 Uhr warten zu
können. Leider fragte man mich auch nicht, ob man beim Entladen des Gepäcks
behilflich sein könnte.

Gegen 14:30 Uhr begab ich mich wieder in den Rezeptionsbereich. Doch niemand
beachtete mich. Erst als ich die beiden Mitarbeiter ansprach, reagierte man. Dabei
befanden sich keine weiteren Gäste in der Lobby.

Schließlich erhielt ich mein Zimmer.

Zimmer
Das Einzelzimmer Nr. 201 lag im 2. Stock mit Blick auf die stark befahrene
Hauptstraße. Wegen des geöffneten Fensters war es sehr laut. Auch war das
Zimmer nicht mit einer Klimaanlage ausgestattet. Bei hohen Außentemperaturen
bedeutet dies: Man öffnet das Fenster und bekommt so angenehme
Zimmertemperaturen, wird aber durch den Außenlärm sehr gestört. Oder man
schließt das Fenster und muss schwitzen.

Das Zimmer selbst war beeindruckend eingerichtet. Hell und modern. Dunkles Holz,
weißer Putz, satiniertes, grünes Glas und rote Kontraste. Das Einzelbett war recht
breit und mit einer sehr bequemen Matraze und schöner Bettwäsche ausgestattet.
Beides waren Garanten für einen sehr guten Schlaf. Im Kopfkissenmenu konnte man
stöbern und sich das Kissen nach Wunsch aufs Zimmer liefern lassen. Neben dem
Bett befand sich ein in die Wand integriertes und indirekt beleuchtetes Regal mit
Glasböden. Lag man im Bett und schaltete man das Licht ein, sah man aber, dass
diese Böden teilweise mit einer dünnen Staubschicht bedeckt war. Ebenso die
Holzablagefläche im unteren Bereich.

An der dem Bett gegenüberliegenden Wand war ein Flatscreen-TV montiert.

Im Zimmer befand sich ein Schreibtisch direkt am Fenster, der genügend Platz zum
Arbeiten bot. Unterlagen informierten über Internetzugang und Möglichkeiten zur
Freizeitgestaltung in der Stadt und eine Fernsehzeitung über das aktuelle
Monatsprogramm.

An der Garderobe, im Kleiderschrank, der auch mit einem kostenlosen Safe
ausgestattet war, sowie in diversen Schubladen stand genug Stauraum für das
Gepäck zur Verfügung.

Der Fußboden im Wohnbereich war mit einem dunklen Teppich ausgelegt, der hier
und da kleine Flecken aufwies, allerdings so gering, dass ich auch barfuß durchs
Zimmer laufen konnte. Der Teppich war angenehm rauh zu den nackten Füßen.

Eine integrierte Küche mit regulärem Kühlschrank (3*-Fach), Herd,
Dunstabzugshaube, Waschbecken, großem Wasserkocher, Geschirr von Seltmann
Weiden, Besteck, Spültuch, Geschirrtuch, Spülmittel, Kochtöpfe, Pfanne, weiteren
Utensilien wie Schneidbretter und Brotmesser und einem großen Abfalleimer
erstaunten mich sehr, als ich eine vermeintliche Schranktüre öffnete, hinter der sich
dann dies alles verbarg. Sehr schön! Schließt man diese Türe, ist auch die
Küchenzeile einfach aus dem Blickfeld verschwunden. Auf den ersten Blick vermutet
man lediglich rechts und links Einbauschränke.

Das Bad ist sehr hell und sehr geräumig. Helle Fliesen in Beige wirken sehr
harmonisch. Die Beleuchtung ist, wie im gesamten Eingangs- und Wohnbereich,
auch hier sehr angenehm. Der große Handtuchhalter ist beheizbar. Über die
gesamte Badbreite ist ein großer Spiegel montiert. Genügend Ablagefläche steht
über dem Waschbecken zur Verfügung. Schöne Armaturen und eine sehr geräumige
Dusche mit guter Beleuchtung runden das Bild ab.

Das Bad war sehr sauber. Lediglich eine dünne Staubschicht bedeckte die
Türklinkeninnenseite und das Kästchen für die Hygienetücher. Alles andere war
perfekt sauber.

Mein Zimmer lag in direkter Nähe zu Aufzug und Treppenhaus. Allerdings war es so
schallisoliert, dass keine Geräusche aus dem Flur oder den Nebenzimmern zu mir
drangen.

Restaurantbetrieb
Betritt man den Restaurantbereich, wird man nicht begrüßt und an einen freien Tisch
geführt. Man sucht sich seinen Platz selbst. Da ich nicht wusste, ob Raucher und
Nichtraucher getrennt wurden, nahm ich einfach an einem Tisch Platz, stellte jedoch
fest, dass leider in unmittelbarer Nähe geraucht wurde.

Das hielt mich auch von einem Restaurantbesuch am Abend ab.

Am nächsten Morgen sah ich, dass sich der Nichtraucherbereich im hinteren Teil des
Restaurants, mit Blick auf den schönen Garten und den Steinbrunnen, befand. Der
Raucherbereich liegt in unmittelbarer Nähe des Buffets.

Das Personal im Restaurant war teils etwas stoisch und ohne Lächeln, teils sehr
freundlich und hilfsbereit.

Das Frühstücksbuffet bot eine reguläre Auswahl, leider ohne frische, aufgeschnittene
Früchte (z.B. Melone, Ananas etc.).

Am zweiten Morgen schenkte man mir eine Tasse Kaffee ein, ließ die Kanne aber
nicht auf dem Tisch stehen (wie es bei anderen Gästen geschah) und ich musste
recht lange warten, bis man mich fragte, ob ich eine weitere Tasse Kaffee haben
wollte.

Sonnenterrasse
Im 4. Stock befindet sich eine Sonnenterrasse mit Tischen, Stühlen und Liegen. Teils
ist diese Terrasse gefliest, teils mit Steinen ausgelegt. Daher ist man etwas
eingeschränkt, wenn man seine Liege anders positionieren möchte. Allerdings
lockern die Steine das Gesamtbild positiv auf.

Von der Sonnenterrasse aus kann man einen Teil der anderen Zimmer sehen, die
zum Garten hin mit einem Balkon ausgestattet sind.

Wellnessbereich
Diesen Bereich habe ich mir aus Zeitgründen leider nicht anschauen können.

Tiefgarage
Die recht düstere Tiefgarage befindet sich direkt unter dem Hotel und hat sehr viele
Stellplätze. Beim Check-in erhält man einen Parkschein, den man hinter die
Windschutzscheibe legen soll, denn hin und wieder kommt es vor, dass sich
Falschparker in der Garage befinden, die durch ein Schreiben hinter dem
Scheibenwischer aufgefordert werden, sich an der Rezeption zu melden.

Auf den ersten Blick ist der Weg von der Tiefgarage hinauf zur Rezeption nicht
behindertengerecht ausgestattet. Auch wer viel Gepäck mitbringt, muss dies
mühsam vom Auto zur Rezeption tragen. Zwar kann man von der Tiefgaragenebene
aus mit dem Aufzug hochfahren, doch der Weg zum Aufzug ist mit viel Gepäck recht
beschwerlich. Insofern sollte man besser vorher seinen Wagen draußen vor dem
Hotel abstellen (sofern ein freier Platz zur Verfügung steht), das Gepäck ausladen,
einchecken und dann erst den Wagen nach unten fahren.

Service
Ich hatte Rezeptionsmitarbeiter darüber informiert, dass ich keine Reinigung des
Zimmers wünschte. Dadurch wurde am Wochenende (Monatswechsel) auch nicht
das Fernsehprogramm ausgetauscht. Auf Nachfrage sagte man mir, man werde mit
Mitarbeitern des Housekeeping sprechen, ich bekäme dann später eine
entsprechende Übersicht. Leider erhielt ich sie nicht. Allerdings wollte ich dann auch
nicht mehr nachfragen.

Fazit: Das Hotel punktet auf jeden Fall durch seine verkehrsgünstige Lage (Autobahn /
Stadtzentrum). Die Ausstattung ist sehr schön und sehr modern. Bei der Buchung
sollte man aber unbedingt die Lage seines Zimmers klären, damit man ein Zimmer
zum Garten hin bekommt und eine gute Nachtruhe sichergestellt wird. Die andere
Alternative ist nur dann akzeptabel, wenn man wirklich einen tiefen Schlaf hat oder
Oropax benutzt. Insgesamt hätte ich mir noch das eine oder andere Lächeln der
Mitarbeiter/innen gewünscht.

Trotz der einen oder anderen Schwäche freue ich mich jetzt schon auf meinen
nächsten Aufenthalt in diesem Hotel !

website: www.apart-muenchen.de

 
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